CHANDE Momentum Oscillator - CMO

 

Typ: Oszillator

Der CMO berechnet sich ebenso wie andere Momentum - Indikatoren aus den Schlusskursen. Er hat zu anderen Momentum - Indikatoren eine hohe Ähnlichkeit (z.B. zum RSI nach Wilder). Es werden im Berechnungsvorgang keinerlei Glättungsprozesse durchlaufen, so dass auch kurzfristige Marktbewegungen gut abgebildet werden. Es ist möglich, den CMO zu glätten, was ihn jedoch seiner Vorteile gegenüber anderer Indikatoren berauben würde

Berechnung und Parameter des CMO Indikators:

Zunächst werden die aufwärtsgerichteten Kursbewegungen summiert und ebenso die abwärtsgerichteten Kursbewegungen. Danach werden beide Summen voneinander subtrahiert, was den Dividend ergibt. Dieses Ergebnis wird dann durch die Summe der ersten beiden Teilsummen dividiert. Das Ergebnis der Division wird noch mit 100 multipliziert, um die übliche Skalenbreite zu erhalten.

Formel des CMO Indikators:

Wenn Close(t) > Close(t-1) dann Up(t) = Close(t) – Close(t-1)
Sonst Up(t) = 0

Wenn Close(t) < Close(t-1) dann Down(t) = Close(t-1) – Close(t)
Sonst Down(t) = 0

SumUp(t) = Sum(n)(Up)
SumDown(t) = Sum(n)(Down)

CMO(t) = 100 * (SumUp(t) – SumDown(t)) / (SumUp(t) + SumDown(t))


Für die Berechnung des CMO ist die Angabe einer Berechnungsperiode nötig. Diese wird in der Regel mit 10, 14 oder 20 Tagen angegeben. Aber auch in längeren Einstellungen, wie z. B. 90 Tagen, ist der Indikator bei der Divergenzanalyse sehr wertvoll.


Interpretation des CMO Indikators:
Es gibt mehrere Möglichkeiten den Indikator zu verwenden. Zum einen wurden von T. CHANDE zwei Extremwerte vorgeschlagen. Einmal die Zone ab 50 Punkten, welche als Überkauft - Zone gilt. Dementsprechend wird die Überverkauft - Zone bei minus 50 Punkten gezeichnet. Befindet sich der Indikator über der Marke 50, gelten die Kurse als überhitzt. Befindet sich der Indikator in der unteren Zone, also unter der Marke von minus 50, so gelten die Kurse als extrem niedrig und überdehnt. Hier gelten die gleichen Interpretationen wie bei anderen Oszillatoren auch; Extremzustände werden als korrekturanfällige Situationen angesehen, in denen eine Gegenbewegung einsetzen sollte.

Als nächste Möglichkeit, die ebenfalls aus vielen anderen Indikatoren bekannt ist, bietet sich die Berechnung einer Signallinie an. CHANDE empfiehlt bei einer Periodeneinstellung des Indikators von 20 Tagen, eine Signallinienperiode von neun Tagen zu verwenden. Sicherlich ergeben sich bei unterschiedlichen Indikatoreneinstellungen und verschiedenen Basiswerten viele Möglichkeiten der Variation. Als Kaufsignal gilt ein aufwärtsgerichteter Schnitt des Indikators über die Signallinie. Ein Verkaufssignal ist der abwärtsgerichtete Schnitt unter die Signallinie. Diese Schnittpunkte können zusätzlich einer Filterung durch die Skalenlage des Indikators unterzogen werden. Hier kann die Mittellinie als Trennung zwischen Kauf- und Verkaufsignalen verwendet werden oder auch die beiden Extremzonen.
Wird der CMO also Überkauft / Überverkauft – Oszillator verwendet, ist es dringend notwendig, eine Trendbestimmung vorzunehmen. Handelssignale sollten dann nur in Trendrichtung genutzt werden.

Der CMO kann als Trendstärke Indikator verwendet werden. Werte über der Nulllinie lassen steigende Kurse erwarten, je weiter über dieser Linie der Indikator steht, umso ausgeprägter ist die trendgerichtete Bewegung.
Werte unter der Nulllinie lassen fallende Kurse erwarten und je niedriger der CMO dabei steht, umso stärker ist die abwärtsgerichtete Bewegung. Die nächste Möglichkeit ist die Suche nach Divergenzen zum Basiswert. Hier kommen die gleichen Muster zur Geltung, wie sie auch vom RSI, der Slow - Stochastic oder dem CCI bekannt sind. Bildet der Basiswert einen neuen Hochpunkt innerhalb eines Aufwärtstrends aus und der Indikator bleibt hinter seinem letzten Hochpunkt zurück, besteht eine negative (bearishe) Divergenz.

Bildet der Basiswert einen neuen Tiefpunkt innerhalb eines Abwärtstrends und der Indikator bleibt über seinem letzten Tiefpunkt zurück, so ist das eine positive (bullishe) Divergenz.Divergenzen können uns auf bevorstehende Trendveränderungen hinweisen, darauf, dass die Kraft, die hinter den Kursbewegungen steht, zu klein geworden ist, um diese am Laufen zu halten. Eine mächtige Kombination aus Divergenzen und Signallinien möchte ich auch noch erwähnen. Diese ist eigentlich von anderen Indikatoren bekannt, sollte aber auch beim CMO funktionieren. Ein Kaufsignal durch aufwärtskreuzen des Indikators über seine Signallinie bekommt zusätzliches Gewicht, wenn der Indikator vorher eine bullishe Divergenz zum Basistitel ausgebildet hat.
Ein Verkaufssignal bekommt dementsprechend zusätzliches Gewicht, wenn der Indikator vorher eine bearishe Divergenz zum Basistitel ausgebildet hat. Wichtig zu beachten ist, dass auch der Divergenzanalyse eine Trendbestimmung vorgeschaltet werden sollte. In trendschwachen oder trendlosen Märkten haben Divergenzen keine oder nur sehr wenig Aussagekraft.

Letzte Möglichkeit, den CMO zu nutzen, ist das Anlegen von Trendlinien. Diese werden genau wie in Aktiencharts auch von Tiefpunkt zu Tiefpunkt im Aufwärtstrend oder von Hochpunkt zu Hochpunkt im Abwärtstrend gezogen. Die Interpretation ist die gleiche, wie die von Trendlinien in Aktien oder Future - Charts. Der Bruch einer abwärtsverlaufenden Trendlinie gilt als Kaufsignal, der Bruch einer aufwärtsverlaufenden Linie gilt als Verkaufssignal.

Quellen
TradeSignal : Der CMO von Rene Rose

 

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